Brauche ich eine Überweisung, d.h. muss mein Hausarzt erfahren, dass ich eine Therapie mache?
Nein, Sie benötigen keine Überweisung und können sofort mit mir Kontakt aufnehmen.

Wie komme ich an einen Therapieplatz?
Sie vereinbaren telefonisch einen Termin. Bei vorhandener Kapazität, erhalten Sie bereits in den nächsten Tagen einen Termin zum Erstgespräch.

Wer kann eine Therapie machen?
Grundsätzlich jeder, der Leidensdruck verspürt und Änderungsbereitschaft mitbringt. Günstige Prognosen setzen eine hohe Therapiemotivation sowie
Introspektionsfähigkeit voraus.

Wie lange dauert eine Therapie?
In Abhängigkeit von der persönlichen Symptomatik wird eine Kurzzeittherapie
(25 Studen) oder eine Langzeittherapie (45 Stunden) beantragt. Eine Langzeittherapie kann bei Bedarf und gegebener Indikation auf 60 und 80 Stunden verlängert werden. Sitzungen finden 1-2 mal wöchentlich statt.

Was ist das richtige Verfahren für mich?
Kassenzugelassen sind 3 therapeutische Richtungen: Die Psychoanalyse, tiefenpsychologische Therapie und Verhaltenstherapie. Die Kosten für eine Therapie werden bei gegebener Indikation von der Kasse übernommen. Unterschiede finden sich in der Dauer, der Frequenz der Sitzungen sowie dem inhaltlichen/ therapeutischen Vorgehen. Im Folgenden ein kurzer Überblick:

Psychoanalyse: Hochfrequente Sitzungszahl (2-4 mal pro Woche), Sitzung findet i.d.R. im Liegen auf der Couch statt, Grundregel der freien Assoziation (der Patient soll alles äußern, was ihm spontan einfällt)

Tiefenpsychologie: Sitzungen i.d.R. 1 mal pro Woche, Stunde findet im Sitzen statt, im Gegensatz zur Analyse enger Fokus (Eingrenzung auf bestimmte unbewußte Konflikte)

Verhaltenstherapie: Sitzungen i.d.R. 1 mal pro Woche (Doppelstunden möglich, wenn Konfrontationsübungen durchgeführt werden), Orientierung an aktuell dysfunktionalen Denk- und Verhaltensweisen, hoher Praxisbezug durch Transfer in den Alltag mittels Übungen und Hausaufgaben

Mein persönliches therapeutisches Vorgehen entspringt dem Einfluss aller o.g. Fachrichtungen und ist des Weiteren geprägt von körpertherapeutischen Methoden und traumatherapeutischem Denken. Ich arbeite viel mit inneren Bildern.

Woher weiß ich, dass der Therapeut/ die Therapeutin zu mir passt?
Sie erhalten von ihrer Krankenkasse immer 5 probatorische Sitzungen, d.h. die ersten Sitzungen sind quasi 5 Probesitzungen. In dieser Zeit wird von beiden Seiten beurteilt, ob eine therapeutische Beziehung zustande kommt und eine Indikation zur Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse besteht.

Bedacht werden sollte, dass bestimmte Störungsbilder (z.B. Zwangsstörungen)
grundsätzlich von Zweifeln geprägt sind, was sich auch auf die Auswahl des Therapeuten überträgt. Damit sind Sie nicht alleine. Diese Zweifel sollten auf jeden Fall mit der Therapeutin thematisiert werden.

Brauche ich überhaupt eine Therapie?
Meiner Erfahrung nach werden Therapien häufig erst nach einem langen Leidensweg, häufig auf Anraten der Hausärzte begonnen. Umso früher Sie die professionelle Hilfe eines Therapeuten in Anspruch nehmen, desto größer sind Ihre Chancen auf Besserung der Symptomatik und Erhöhung der Lebensqualität. Es ist nie zu spät, eine Therapie zu beginnen.

Kann ich bei Ihnen eine Paar- oder Familientherapie machen?
Ja, hierfür werden die Kosten jedoch nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen.